Es schadet sicherlich nicht, mit einem einzigen Feuerlöscher gegen einen Flächenbrand vorzugehen, aber viel nützen wird es auch nicht.
Spielt man mit dem Feuer, fängt es auch schon mal lichterloh an zu brennen. Ein kleines Feuer, für das man womöglich auch noch selbst verantwortlich ist, kriegt man mit etwas Glück und einem kleinen Feuerlöscher schnell in den Griff. Doch sobald die Flammen auf andere überspringen, steht man schneller als einem lieb ist vor einem gesellschaftlichen Flächenbrand, der die gesamte Erde aufheizt. Ist es einmal so weit, hilft nur noch die gemeinsame, gesellschaftliche Anstrengung, den Brand zu löschen.
Das Häuschen im Grünen, am besten am Stadtrand, ist nachwievor der Traum von vielen und die gelebte Wirklichkeit von einem Drittel aller Haushalte in Deutschland - Tendenz steigend. Mehr muss nicht über den Flächenbrand der aktuellen Wohnungs- und Stadtentwicklung geschrieben werden - dass immer mehr Menschen sogar auch ohne das Grüne ums Häuschen auskommen und sich stattdessen biologisch tote, aber dafür pflegeleichte Steingärten anlegen ist hierzu allenfalls eine Randnotiz. Währenddessen stehen individuellen
Feuerlöscher gegen den Flächenbrand
irgendwo im schmucken Einfamilienhaus und werden einmal im Jahr abgestaubt.
Um sich ein kleines Stück Natur in ihre Stadt zu holen, gärtnern immer mehr Menschen. Die verschiedenen Urban Gardening Projekte, aber auch die innerstädtischen Parks und Brachen zeichnen sich mittlerweile durch eine hohe Biodiversität aus. Hiervon zeugt nicht zuletzt auch der Honig, den sich Stadtimker_innen von ihren Bienen einsammeln lassen. Die Städte sind somit kleine
Feuerlöscher gegen den Flächenbrand
aus Monokulturen und Pestiziden, der längst nur noch das verschont, was sich verkaufen lässt.
Den eigenen ökologischen Fußabdruck radikal zu verkleinern, das versuchen einige Wenige. Doch mit der persönlichen Aufopferung und der Selbstverpflichtung zur eigenen CO2-Bilanz nach jedem Einkauf, Urlaub und Umzug ist es wie mit einem
Feuerlöscher gegen den Flächenbrand
Das Ende des Erdölzeitalters wird nicht die große Summe individuellen Verzichts sein, sondern erfordert globale, regionale und lokale politische Aushandlung und Durchsetzung der dabei erzielten Vereinbarungen.